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Hier eine kleine Zusammenfassung über Prachtfinken aus meiner Sichtweise:

 

Astrilde, Amaranten, Amadinen, Elsterchen oder Nonnen alle stehen unter dem Begiff  `Fink`, alle stammen aus den warmen Gebieten Afrikas, Asiens und Australiens, wo sie meist in Steppen und Savannen, aber auch Feldern, Wäldern und Sümpfen leben. Die Prachtfinken sind 8 bis max 17cm groß. Sie ernähren sich meist von Sämereien und Insekten. Trotz der Vielfalt der Prachtfinken ähneln sich doch die Ansprüche, welche die verschiedenen Arten an unsere Pflege stellen. Das geräumige Heim sollte einen hellen, zugluftfreien Standort haben. Pro Paar ca. 1 m3 Platz  als Faustregel. Bei diesem zugegeben großzügigem Platzangebot  kommen die kleinen erst richtig aus sich raus und man kann ihr Verhalten schön beobachten. Den besten Zuchterfolg  hat man wenn sich die Paare aus einem Schwarm heraus finden können. Aber wer kauft schon 6 bis 8 Vögel einer Rasse um sicher einige Paare herauszubekommen. Die meisten fangen mit einem Paar an und hoffen auf Zuchterfolg. Meistens hat der Züchter damit auch Erfolg aber in seltenen Fällen auch nicht. Ein weiterer Faktor ist auch der  meist schwer zu erkennende  Geschlechtsunterschied. Bei einigen Vögeln sich die Geschlechter nur durch den Gesang und das Balzverhalten zu unterscheiden. Der Züchter braucht schon etwas Erfahrung um dies alles zu erkennen. Aber Erfahrung bekommt man nur nach einer gewissen Zeit, also muss  man halt einmal anfangen und dann kommt mit ein bisschen Geduld das Gespür und Gefühl für die Vogelzucht schon von selber.  Zur Käfig oder noch besser Volieren Ausstattung sollte  man unbedingt Naturzweige unterschiedlicher Stärke wählen, da diese viel besser geeignet sind als die üblichen fertigen Holzstangen oder schlimmstenfalls sogar die aus Plastik.  Auch eine großzügige Wasserstelle mit Badegelegenheit finde ich, ist ein muss und wird bei meinem Prachtfinken gerne mehrmals täglich ausgiebig in Anspruch genommen. Wenn erst mal einer anfängt zu baden lassen die restlichen nicht mehr lange auf sich warten und eine wahre Badeorgie kommt in Fahrt. Als Ruhestätte dient ein geflochtenes Nest oder ein Schlafkästchen aus Holz. Die meisten Vogelpaare nehmen künstliche Nisthilfen ohne zu zögern an.  Nistkörbchen, Kaisernester usw. einfach alles was man zur Verfügung stellt.  Einige bauen aber auch freistehende Nester ins dichte Gebüsch.  Polstermaterial wie trockenes Moos, Kokosfasern, trockenes oder angewelktes Gras genau wie Federn, Tier Haare zb. vom Pferd usw. dienen zur Ausgestaltung des Nestes, was die Vögel mit Ausdauer, wenn auch unterschiedlichem Geschick selbst verbauen. Von Zeit zu Zeit sollten Sie das Nest reinigen und neues Polstermaterial zur Verfügung stellen. Halten Sie mehrere Paare in einem Heim, so sollten pro Paar mindesten zwei Nest- (Nist) -gelegenheiten vorhanden sein, um Streitereien zu vermeiden. Während des Sommers können die meisten Prachtfinkenarten auch im Freien, wenn auch nur an sehr geschützten Plätzen untergebracht werden. Vor dauernder Sonneneinstrahlung müssen sie dann aber bewahrt werden. Vor dem ersten Frost bringen Sie die Prachtfinken wieder in einen frostfreien, beheitzten Raum. Die eigentlich sehr verträglichen Prachtfinken können in der Brutstimmung unter Umständen ziemlich Streitsüchtig sein. Um `Zankereien` bei unverträglichen Paaren zu vermeiden machen sie sich unbedingt vor dem Kauf schlau, welche Prachtfinkenarten man am besten zusammen halten kann. Findet sich dann ein Pärchen, werden 4 - 8 kleine  Eier gelegt und von beiden Elternteilen abwechselnd ca. 2 Wochen Tag und Nacht bebrütet. Nachdem die Jungen geschlüpft sind muss  das Nahrungsangebot der Vögel etwas erweitert werden. Die meisten Arten benötigen während der ersten Tage viel tierische Nahrung.  Ameiseneier, Pinkis, Getreideschimmelkäferlarven , sogenannte Buffalos,  Mehlwürmer und sonstige Insekten wenn vorhanden. Gute Erfahrung  habe ich mit Prachtfink-Animal  gemacht welches  man im guten Futterhandel beziehen kann (siehe unter Links).  Aber auch die meisten anderen Sachen bekommt man schon tiefgefroren im Handel zu kaufen, so das es nicht mehr viel Aufwand ist die Vögel damit zu versorgen. Zusätzlich gibt man ihnen halbreife Hirse, fertiges oder selbstgemachtes Eifutter, Vitamine über das Trinkwasser, gekeimtes Futter usw.   Haben die Elterntiere die Jungen einmal angefüttert stehen die Chancen gut für eine erfolgreiche Zucht.  Nur manchmal kann es passieren dass die Altvögel die Jungen nicht  füttern und aus den Nestern werfen. Kann sein das das Nahrungsangebot nicht ausreichend genug war, oder es die erste Brut ist und die Vögel noch nicht die Erfahrung damit haben. Auch können die Elterntiere noch zu jung sein (sollten min. 1 Jahr alt sein) und sie müssen  erst lernen damit umzugehen. Spätestens bei der 2. Brut sind die Erfolgsaussichten dann wieder größer. Werden die Jungen aber gut gefüttert fliegen sie nach ca. 3 Wochen aus. Danach werden die Jungvögel noch weitere 2 Wochen von den Eltern versorgt bevor sie selbstständig Nahrung aufnehmen können. Jetzt kann man die Jungen absetzen. Ich versuche es mit zwei  Bruten pro Jahr.  Mehr als drei Bruten  pro Jahr sollte man ihnen auf keinen Fall zumuten. Man bedenke die Kraftanstrengungen die diese kleine Wesen bewältigen müssen. Danach können sich die Vögel erholen und der Züchter hat über mehrere Jahre hindurch Freude an ihnen. Bis zu 7 Jahre können gut  versorgte und gepflegte Prachtfinken  ihren Besitzern Freude bringen.

Genauere Erläuterungen zu den Themen Haltung, Ernährung, Zucht, und Krankheiten  in den jeweiligen Unter-Seiten auf meiner Homepage. Alles aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen beschrieben wobei ich nicht immer bis ins Detail alles erläutere. Diese Berichte sollen nur ein Überblick über das Thema Prachtfinken sein.

Alles detailierte über  Prachtfinken kann man auch in verschiedenen Büchern nachlesen. Das wohl bekannteste ist das Buch von Horst Bielfeld "DAS  PRACHTFINKENBUCH" erschienen im Ulmer Verlag